Qi Gung |
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Gesundheit & Entspannung
Info: Sifu Werner Horn 0911 - 49 20 98 fulungpai-kungfu@web.de www.fulungpai.de Shaolin Qi Gung Die in der Fu Lung Pai Schule unterrichtete Qi Gung Methode ist das Ta Mo Qi Gung. Benannt wurde es nach Ta Mo, dem ersten Patriarchen von Siu Lum und 28. Nachfolger Buddhas. Es ist eine besondere Methode, die nicht nur das Qi stärkt, sondern auch Muskeln, Knochen und Sehnen kräftigt. Die Kombination von Bewegung, Atmung und geistiger Übung ermöglicht eine ganzheitliche Wirkung auf den gesamten Organismus. Aufgrund dieser Kombination von stillem und bewegtem Qi Gung ist es sehr förderlich für die Stabilisierung der Gesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens. Es fördert also nicht nur die Gesundheit, sondern erhöht auch die Belastbarkeit gegenüber gesundheitsstörenden Einflüssen wie Stress oder Anstrengung. Das Ta Mo Qi Gung ist eine buddhistische Qi Gung Schule. Nach dem buddhistischen Himmel - Erde - Mensch Modell ist auch das Ta Mo Qi Gung in drei Stufen eingeteilt. 1. Grundstufe : Beginnt außen - Mensch - Verbesserung der Körperstruktur - Verbesserung der allgemeinen Konstitution - Vorbereitung auf innere Übungen 2. Mittelstufe : Verbindet außen mit innen - Erde - Vertiefung der Atmung - Entspannte Bewegungen - Korrigierte Körperstruktur 3. Oberstufe : Endet innen - Himmel - Konzentration auf den Qi Fluss - Geistige Entwicklung durch Meditation - Erleuchtung Der Mensch stellt die Verbindung zwischen Himmel und Erde dar. Der Begriff Himmel entspricht in diesem Fall jedoch nicht dem christlichen Interpretation des Begriffs Himmel. Über den Bai Hui Punkt (Zusammenkunft aller Leitbahnen), eine Stelle am Kopf, wird während bestimmter Übungen die Himmels-Energie aufgenommen. Die Erd-Energie wird über den Yongchuan Punkt, einer Stelle in der Mitte der Fußsohle, aufgenommen. Ta Mo Chi Gung setzt sich wie bereits erwähnt aus zwei Teilen zusammen: 1. Wai Gung (Äußeres Chi Gung) 2. Nei Gung (Inneres Chi Gung) 1. Wai Gung Im buddhistischen Chi Gung ist der Ausbruch aus dem „Rad der Wiedergeburt“ durch Erleuchtung das höchste Ziel. Doch auch der Körper wird, mit Ausnahme einiger extremerer Richtungen, in der Entwicklung nicht ausgeschlossen, da er das „Haus“ des Geistes ist. Um den Körper zu entwickeln wird Wai Gung, das äußere Chi Gung geübt. Der Begriff „äußeres“ Chi Gung bezieht sich dabei auf den Körper, während das innere Chi Gung die Schulung des Geistes zum Ziel hat. Gerade in der heutigen Zeit, in der die Kosten im Gesundheitswesen explodieren und unsere Medizin von mächtigen Pharma-Konzernen bestimmt wird, macht es Sinn sich eigenverantwortlich um seine Gesundheit zu kümmern. Prophylaxe ist dabei ein sehr guter, wenn nicht sogar der beste Weg. Mal abgesehen von den Genussdrogen wie Alkohol und Nikotin sowie der falschen Ernährung ist wohl Bewegungsmangel eines der größten Übel. Es beginnt schon in der Schule und am Arbeitsplatz, wo man den Tag in einem klimatisierten Büro verbringt, geht es dann weiter. Daneben existieren zwar auch noch Berufe bei denen man sich bewegen muss, nur leider ist das keine sehr hilfreiche Art der Bewegung. Wer hat noch von keinem Handwerker gehört, der Probleme mit dem Rücken oder Gelenken hat? Am Abend ist man dann für gesunde hilfreiche Bewegung meist zu müde. Die Folge dieser Bewegungsarmut sind die sogenannten Zivilisationskrankheiten. Durch Bewegungsmangel werden alle Abläufe im Organismus gestört. Schmerzen entstehen, der Körper nimmt Schonhaltungen ein, dadurch erleidet jedoch der Bewegungsapparat Einschränkungen. Durch diese Einschränkungen ziehen sich Muskeln zusammen. Die sogenannte Muskelverkürzung tritt ein. Und als würde das nicht schon reichen, entstehen im weiteren Stoffwechselerkrankungen. Durch die in den Muskeln und Gelenken angesammelten Gifte entstehen Gicht und Rheuma. Ebenfalls nimmt das Herz-/Kreislaufsystem Schaden. Aufgrund des, wie oben bereits erwähnt, maroden Gesundheitssystems kann auch nicht wirklich Abhilfe geschaffen werden. Die Krankenkassen drücken sich vor ihrer Verantwortung, die Versicherten durch rechtzeitige Vorbeugung, in Form von Chi Gung, Tai Chi oder anderen Entspannungsmethoden wie z.B. der Alexander-Technik oder der Feldenkrais-Methode aus diesem Dilemma zu helfen. Durch Prophylaxe könnte man sehr viel Geld sparen, aber scheinbar ist es für die Kassen einfacher die hohen Kosten zu beklagen. Nebenbei zahlt man seinen Managern jedoch Spitzengehälter und errichtet einen Prachtbau nach dem anderen. Und die Politiker sehen tatenlos zu und anstatt diese Verschwendung zu stoppen erfinden sie eine Reform nach der anderen, die jedoch alle beim ohnehin schon gebeutelten Versicherten ansetzen. Ta Mo Chi Gung beginnt außen, d.h. mit Übungen in Bewegung. Es werden weiche, aber auch kraftvolle Bewegungen ausgeführt. Der besondere Stand kräftigt die Beinmuskulatur. Die Atmung ist anfangs unabhängig von der Bewegung. In einem späteren Ausbildungsstadium wird die Bewegung dem Atemrhythmus angepasst. Wai Gung ist eine Yang-Übung, eine äußere Bewegung, die Ausdruck der Aktivität des Chi ist. Ein körperlich unterforderter Mensch verliert seine Widerstandskraft gegen Krankheiten und negative Umwelteinflüsse. Hier setzt das Wai Gung an. Die Muskulatur ist der Motor der Bewegung. Wie bereits erwähnt verkürzen sich Muskeln (z.B. Großer und Kleiner Brustmuskel, Rückenstrecker der HWS und LWS u.a.) durch Haltungsfehler oder mangelnder Bewegung aufgrund von zu wenig oder falscher Beanspruchung. Mit gezieltem, regelmäßigem Training, z.B. Wai Gung, können diese Verkürzungen, sowie Verspannungen beseitigt oder vermieden werden. Diese Übungen können auch wirkungsvoll dazu beitragen, dass sich selbst bei längeren sitzenden Tätigkeiten, die dabei stark belastete Nacken- und Schultermuskulatur nicht zu einer Problemzone entwickelt. Wai Gung hält die Muskulatur elastische und kräftig. Außerdem unterstützt es die Regenerationsfähigkeit und verhindert die Entstehung von Verspannungen. Durch das Wai Gung werden neben der Muskulatur auch die Gelenke trainiert. Durch die abwechselnd mal weichen, fließenden und mal kraftvollen Bewegungen werden Fuß-, Knie- und Hüftgelenke sanft massiert, so dass sie auch noch im Alter geschmeidig und flexibel bleiben. Durch die spezifische Haltung bei den Übungen wird auch die Wirbelsäule entlastet. Eine spezielle Wai Gung Übung des Ta Mo Chi Gung ist die Ng Yin Kuen (5 Elemente Form). Die Ng Yin Kuen ist eine der ältesten Formen des Fu Lung Pai. Sie geht direkt auf das Siu Lum Kloster zurück. Diese Form beinhaltet keine Kampftechniken, sondern sie dient nur der Entwicklung des Chi. In der Ng Yin Kuen sind flexible und kraftvolle sowie langsame und schnelle Bewegungen nach dem Yin und Yang Prinzip kombiniert, um so zu vollkommener Harmonie zu gelangen. Sie enthält des weiteren Spannungsübungen. Diese Bewegungen dienen zum einen dazu, Chi zu entwickeln und zum anderen dazu Muskeln, Sehnen und Knochen zu trainieren. Die Ng Yin Kuen verbessert den Stoffwechsel und wirkt positiv auf die Funktion der inneren Organe. Außerdem nimmt sie positiven Einfluss auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. 2. Nei Gung Das Nei Gung ist eine Yin-Übung, eine innere Bewegung, die Ausdruck der geistigen Konzentration ist. Nei Gung ist die Kunst der Energieentwicklung, insbesondere zum Zwecke der Schulung des Geistes, der Gesunderhaltung und der Entwicklung der inneren Kraft. Glück ist Gesundheit und Leben ohne Hast. Mit sechzig klettere ich noch ohne Krücken auf Berge. Mit neunzig hält mich das Chi rüstig und stark. Über tausend Bücher gleiten meine Augen noch hin. Lu You Dichter in der Song-Dynastie Den Begriff Chi Gung hat man früher oft mit „Atemübung“ übersetzt. Was nicht verwundert, da man Chi ja auch mit Atem oder Luft übersetzen kann. Aber Chi bedeutet auch Energie, die unsichtbar u.a. beim Atmen mit der Luft aufgenommen wird. Bewusstes Atmen spielt eine zentrale Rolle, sowohl beim Nei Gung als auch beim Wai Gung. Wenn man mit einem Kind spielt, wird man, sofern man nicht trainiert ist, wahrscheinlich nach kurzer Zeit außer Atem sein, während das Kind noch vor Energie strotzt. Woran liegt das? Das ist ganz einfach zu erklären. Jedes Kind atmet in den Bauch. Bauchatmung ist die natürliche Atmung. Aufgrund schlechter Atemgewohnheiten nutzt die Vielzahl der Menschen nicht einmal ein Drittel ihrer Lungenkapazität. Durch flache Atmung sammelt sich verbrauchte, schlechte Luft in den unteren Bereichen der Lunge an. Durch die Bauchatmung gelangt frische, sauerstoffreiche Luft bis in die Lungenspitzen und ersetzt die verbrauchte Luft, die Ventilation und der Gasaustausch werden verbessert. Durch die Bauchatmung wird auch die Lungenkapazität erhöht und sichert so eine bessere Energieversorgung des gesamten Organismus. Während der Übungen kann es zur Wahrnehmung folgender Empfindungen kommen: - ein Kribbeln auf der Haut (besonders in den Handflächen und an den Fußsohlen), - die Wahrnehmung eines Wärmestroms, der den gesamten Körper durchfließt, - ein vermehrter Speichelfluss. Dieser Speichel darf nicht ausgespuckt, sondern soll hinuntergeschluckt werden. Wie anfangs bereits erwähnt, ist das Nei Gung eine innere Übung, u.a. mit dem Ziel, den Geist zu formen und sich spirituell zu entwickeln. Spirituelle Entwicklung und Erfüllung durch Chi Gung ist möglich, egal welcher Religion man angehört. Diese spirituelle Erfüllung erreicht man jedoch nur durch Meditation. Das vorrangige Ziel der Meditation ist die Schulung des Geistes und der wirksame Einsatz des wachen Geistes im Alltag. Das höchste Ziel der Meditation ist die Erleuchtung und damit die Befreiung aus dem Rad der Wiedergeburten (siehe später). Bei der Meditation wird versucht, in einem Zustand zu gelangen, der möglichst frei von Gedanken ist. In diesem Zustand der Ruhe und gedanklichen Leere öffnet sich der Weg für kreative geistige Leistung und die Erweiterung des Bewusstseins. Die Wirkung des Chi Gung als Meditation beruht in erster Linie darauf, dass der Ausübende durch das konzentrierte Ausführen der Übungen, die bewusste Führung der Bewegung und Atmung, die optimale Voraussetzung für die Meditation schafft, nämlich das Abschalten von inneren und äußeren Störfaktoren. Meditation heißt aber nicht, dass man sich aus der Welt, in der man lebt, zurückzieht, sondern sie soll vielmehr dazu dienen, sich in dieser Welt selbst zu finden und sein Leben bewusst zu leben. Dadurch gelangt man in seine Mitte und wird sämtlichen Herausforderungen des täglichen Lebens gelassen begegnen. |
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